

Endlich ist es soweit: Der Hund tanzt (fast) fehlerfrei zur ausgewählten Musik und die Bekleidung steht auch schon fest.
Nun kann man beginnen, die Ablenkung immer mehr zu steigern, da das Publikum später sehr verschieden sein kann. Vielleicht handelt es sich mal um schreiende oder laufende Kinder, oder um andere Hunde, die bellen oder sogar um eine läufige Hündin, die den männlichen Tanzpartner alles vergessen lässt…
Für die ersten Auftritte eignen sich Alters- und Pflegeheime sehr gut, da das Publikum dort ziemlich einheitlich und meist ruhig ist. Zudem freuen sich diese Leute besonders über eine Abwechslung und werden Fehler eher übersehen, als andere Hundesportler. Denen zeigt man sein Können besser sowieso erst, wenn man sich sicher fühlt und einige Erfahrungen gesammelt hat, denn diese Leute sind mit Sicherheit kritischer.
Wenn der Hundeführer die Fehler geschickt überspielt, merken die Leute ohnehin kaum etwas, schliesslich wissen sie nicht, was sie erwartet. Ob Baustelle, Einkaufscenter, Bahnhof: Trainieren
Da die „Bühnen“ (Wiese, Wohnzimmer, Halle, …) immer wieder wechseln, muss man dies ebenfalls im Training üben. Dazu wechselt man den Ort immer wieder, damit der Hund die Figuren verallgemeinert. Das heisst, er muss lernen, dass die Kommandos überall dasselbe bedeuten. Eine grosse Hilfe ist dabei auch die Musik. Wenn der Hund den Tanz an einem Ort gut kann, weiss er an einem anderen Ort, was von ihm erwartet wird, wenn er dort wieder dieselbe Musik hört. Wir können dem Hund anfangs noch weitere Hilfen geben, indem wir z.B. beim Tanzen immer immer auf demselben Untergrund tanzen. Dazu eignet sich ein Teppich ganz gut. Der hat den Vorteil, dass man garantiert nie auf einem glatten Boden oder rauem Teer tanzen muss. Allerdings bringt er auch Nachteile mit sich: Man ist immer an ihn gebunden und ist unflexibel, was die Grösse der Tanzfläche betrifft.
Gerade beim ersten Tanz darf man von seinem Hund nicht zuviel erwarten. Auch für ihn ist diese Situation völlig neu. Hunde sind nun mal keine Maschinen, die man einfach umprogrammieren kann. Und ein bisschen Lampenfieber gehört schliesslich auch dazu, nicht nur beim ersten Tanz, auch später wird man immer etwas nervös sein. Aber genau das macht den Reiz dieser Sportart aus. Und wenn beide mit der Einstellung: „Was auch kommt, wir haben Spass“ an die Sache gehen und dieser Spass und die gemeinsame Begeisterung auf das Publikum übertragen, ist dem Team der Applaus sicher.