Um dem Hund etwas beibringen zu können, müssen wir wissen, wie Hunde lernen. Hunde lernen nicht durch wortreiche Erklärungen unsererseits, sondern durch sogenanntes Verknüpfen, durch klassische und operante Konditionierung. Bei der klassischen Konditionierung lernt der Hund die Bedeutung eines für ihn bisher unbedeutenden Geräusches. Ivan Pawlow (1849 – 1936) hat dies eindrucksvoll demonstriert, indem er jedes Mal mit einem Glöckchen geklingelt hat, bevor er den Hund fütterte. Anfangs hat der Hund immer erst dann zu speicheln begonnen, wenn er das Futter gesehen hatte, später reichte das Klingeln des Glöckchens, um das Speicheln auszulösen. Der Beweis war damit vollbracht: Der Hund hat das Futter mit dem Glöckchen verknüpft.

Burrhus Frederic Skinner prägte den Namen der operanten Konditionierung, bei welcher der Hund lernt, eine bestimmte Handlung auszuführen, welche immer wieder positiv bestärkt wird. Dies nennt man Lernen am Erfolg. Der Hund wird ein Verhalten, das ihm Zugang zu positiven Erlebnissen, wie Spiel, Futter oder Kontakt zu Artgenossen, verschafft, vermehrt zeigen. Verhalten, das ignoriert wird und keinen Erfolg bringt, wird mit der Zeit gelöscht Man spricht dabei von der Extinktion (lat. = Auslöschung).

Diese Erkenntnisse sind die Grundlagen des sogenannten Clickertrainings, mehr dazu hier.